6. Juni 1932 – 1. März 2014

Ahnunglos traf sich am Abend des 28. Februar just jene Gemeinschaft zu ihrem Jahrestreffen, die er selbst so lange mitgeprägt hatte. In der dann aufziehenden Nacht verstarb Werner Türtmann nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Ein langes Leben für den Schachsport war zu Ende.
Früh stieß Werner Türtmann zu seinem ersten und bis ans Lebensende beinahe einzigen Schachverein Dorstfeld 1934, dessen Vorsitz er noch als junger Mann bald übernahm. Wahrscheinlich hatte er sich anfangs nicht träumen lassen, daß er diesen Verein fortan über vier Jahrzehnte würde leiten und treu begleiten müssen – durch alle Höhen und Tiefen. Und bestimmt hatte er sich niemals vorgestellt oder gar gewünscht, daß sein Verein eines Tages noch vor ihm verscheiden könnte. Daß es trotz aller Mühen, trotz aller Fürsorge so kommen sollte, darunter litt er sehr.

Dr. Pouya Majdpour - Für Schachfreunde aus Dortmund ist Sonntag, der 16. März die letzte Gelegenheit, vor Beginn der Internationalen Dortmunder Schachtage (Sparkassen-Chessmeeting 2014) im Sommer Spitzenschach mit bis zu 16 Titelträgern live zu erleben.
Zuschauer sind herzlich willkommen.
Das Flaggschiff des Schachclub Hansa Dortmund (Hansa 1) bestreitet nämlich seinen letzten Heimkampf der Saison am diesem Tag im Hotel Esplanade, Burgwall 3, ab 11 Uhr, freier Eintritt.
Gegner ist der Tabellendritte und zugleich Vorjahreszweite DJK Aufwärts Aachen, eine sehr starke und ausgeglichene Mannschaft mit 6 Großmeistern (GM), 9 Internationalen Meistern (IM) und 3 FIDE-Meistern (FM) im Kader, die allerdings trotz ihrer guten Platzierung im letzten Jahr auf das Aufstiegsrecht verzichtet hat.
Mit einem Sieg kann das Dortmunder Team den 2. Platz definitiv sichern, der wahrscheinlich für den Aufstieg in die Elite-Liga des Schachsports ausreicht.
EVONIK Industries als Premium-Sponsor ist der Wegbereiter einer erfolgreichen Saison der ersten Mannschaft des Vereins.

Pit Schulenburg - Zum allerersten Mal in der 66jährigen Geschichte der offiziellen Bezirkseinzelmeisterschaft (BEM) gingen ein Internationaler Großmeister und eine Internationale Meisterin an den Start. Und erwartungsgemäß eilten Eckhard Schmittdiel (SC Hansa) und Mara Jelica (FS 98) dem knapp 50köpfigen Teilnehmerfeld mit jeder Runde zunehmend davon. Doch am Ende eines dreiwöchigen Kopf-an-Kopf-Rennens der beiden haushohen Favoriten, die sich im direkten Aufeinandertreffen nach wenigen Zügen friedlich getrennt hatten, behielt die 38jährige Kroatin und Wahldortmunderin Jelica zur Überraschung die Nase vorn und holte sich den Stadttitel — als erste Frau überhaupt! Das Turnier in der Schlußphase
Schmittdiel, einziger waschechter, sprich: gebürtiger Dortmunder unter sämtlichen Großmeistern des Weltschachverbandes, kam in der neunten und letzten Runde ausgerechnet gegen seinen Vereinskollegen und anschließend Drittplazierten Jens Zelt nicht über ein Remis hinaus, während sich am Nebentisch bereits abzeichnete, daß Jelica souverän und zum achten Mal den vollen Punkt einfahren würde.

http://www.fs98-schach.de/bem/aktuelles2012.html